CIGS-Panel-Fabrik
Gegenstand des Projekts ist der Bau einer intelligenten Fabrik für Dünnschicht-Photovoltaikmodule sowie eine Investition in Technologien zur Digitalisierung und Automatisierung von Produktions- und Managementprozessen auf der Grundlage des Konzepts Industrie 4.0.
Das Projekt umfasst den Bau und die Inbetriebnahme einer Produktionsanlage für Photovoltaikmodule, einschließlich einer Produktions- und Lagerhalle mit einem Technologieanbau und einem Sozialbereich sowie eines Bürogebäudes, zusammen mit der Grundstücksentwicklung und der notwendigen technischen Infrastruktur, und die Aufnahme der Produktion dort (d. h. die Installation von Produktionslinien, deren Integration, Digitalisierung und Robotisierung).
Die im Werk Breslau gefertigten hocheffizienten Photovoltaikmodule werden der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energien gerecht. Wir verfolgen das Ziel, eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass unsere Geschäfts- und Investitionsstrategie mit der Nachhaltigkeitspolitik der Vereinten Nationen und der EU übereinstimmt und somit dauerhaft die Grundlage für unseren Entwicklungsansatz und unsere operativen Praktiken bildet.
Die Zielgruppe für die im Werk hergestellten Solarmodule sind Haushalte und Unternehmen, die Photovoltaikanlagen entwickeln.
Das Projekt in Zahlen:
Ziel des Projekts ist der Bau der ersten Fabrik für Dünnschicht-Photovoltaikmodule in Polen unter Verwendung der CIGS-Technologie in Breslau. Dort soll eine automatische und integrierte Fertigungslinie nach der vom Antragsteller entwickelten Technologie in Betrieb genommen werden, die die hocheffiziente Produktion von CIGS-Photovoltaikzellen mit einem durchschnittlichen Wirkungsgrad von 15 % ermöglicht.
Das Projekt umfasst 2 Aufgaben:
Aufgabe 1: „Errichtung einer Produktionshalle mit Lager, Sozialbereich und Technologieanbau.“
Die Halle hat eine Grundfläche von 13.826,36 m² und ist in vier Bereiche unterteilt: Produktionslinie, Lager, Personalräume und ein Technologieanbau.
Anzahl der Etagen:
a) Teil mit der Produktionslinie – ein Stockwerk,
b) Lagerteil – ein Stockwerk,
c) Sozialbereich – drei Stockwerke,
d) Teil des Technologieanbaus – drei Stockwerke.
Aufgabe 2: „Lieferung und Installation von Linienelementen, Integration und Implementierung von Digitalisierungs- und Robotisierungslösungen sowie Produktionsanlauf.“
Die Aufgabe umfasst die Abnahme der Arbeiten, die Lieferung, die Installation aller Komponenten der technologischen Linie zur Integration in die errichtete Produktionsanlage, die Optimierung und die Inbetriebnahme der Produktion gemäß der entwickelten Technologie, die folgende Prozessstufen umfasst:
- Aufbringen dünner Schichten mittels Vakuumverfahren
- Laser- und mechanische Strukturierung,
- Chemisches Bad zur Abscheidung einer dünnen (30–60 nm) Schicht aus Cadmiumsulfid CdS,
- Schneiden und Schleifen der Kanten der Module vor der Integration
- Montage von Stromschienen, Verkabelung und Laminierung des vorderen Sicherheitsglases,
- Messung von PV-Modulparametern mithilfe eines Sonnensimulators
- Prüfung von PV-Moduldefekten mittels Elektrolumineszenz,
- Verkapselung der Module durch Laminierung (Glas oder EVA-Folie), Verfüllen der technischen Öffnungen mit Harzen, Abdichten mit Silikon,
- Elektrische Messungen an fertigen Modulen mit Hilfe eines Sonnensimulators
- Endmontage
- Etikettierung, Sortierung nach gemessener Leistung und Verpackung der fertigen Module,
- Sammlung und Lagerung des fertigen Produkts.
Der gesamte Prozess wird durch Produktionsmedienanlagen (im Technologieanbau) unterstützt, insbesondere durch Anlagen für: Prozesschemie, Abwasser- und Prozessgasaufbereitung, Aufbereitung von demineralisiertem Wasser, Druckluft, Belüftung und Kaltwasser.
Das Projekt umfasst Ausgaben für Anlagevermögen aller Anlagen und Maschinen, die zur Umsetzung des gesamten Prozesses gemäß den vorgegebenen Parametern innerhalb des Gesamtsystems, einschließlich Umweltaspekten, erforderlich sind.
Zu den Ausgaben in diesem Bereich gehören:
- Glasschneidanlage - 1 Stück.
- Abwasser- und Entgasungsanlage - 1 Stück.
- Anlage zur Aufbereitung von enthärtetem und ultrareinem Wasser - 1 Stück.
- Erdgasheizraum – 1 Stück (nicht förderfähige Kosten).
- Kaltwasserstation (bestehend aus 3 Kühlerzeugungssystemen) — 1 Stück.
- Lüftungsanlagen (Produktionshalle) — 1 Satz.
- Lüftungsgeräte (technischer Anhang) - 1 Satz.
- Klimaanlagen - 1 Satz.
- Kompressorraum - 1 Satz.
- Stromgenerator - 1 Stück.
- Komplette Photovoltaikanlage (nicht förderfähige Kosten).
Auf der Grundlage der installierten Leitung, der Installation und der errichteten Anlage werden die Installation, Integration und Einführung digitaler Lösungen unter Anfall von Kosten in den folgenden Bereichen durchgeführt:
- Kauf von Servern, Bandbibliotheken, Arrays, FC-Switches – 1 Satz.
- Kauf eines LAN-Netzwerks – 1 Set.
- Kauf eines Überwachungssystems, Fernzugriff (IPC, VPN) – Hardware – 1 Set.
- Büroausstattung (Computer, Drucker) — 1 Satz.
- IT-Installationen: BMS – Produktionshalle mit Lager, Technologieanbau, Sozialbereiche (Schwachstrominstallationen).
- ERP- und MES-System,
- Überwachung, Fernzugriff (Konfiguration, Inbetriebnahme).
- Server für Netzwerkwartung, IT-Sicherheit, Firewalls.
- Materialfluss-Steuerungssystem.
- Unterstützung für das SCADA-System.
Digitale Ergebnisse:
- Einführung innovativer Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen (Management-, Betriebs- und Hilfsprozesse);
- Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) zur Steuerung von Geschäftsprozessen
- Implementierung von spezialisierten Systemen zur Automatisierung von Prozessen im Bereich der digitalen Sicherheit,
- der Einsatz von Robotik und Betriebstechnologien,
- Nutzung der Machine-to-Machine-Kommunikationstechnologie (M2M0) und des industriellen Internets der Dinge.
Die Umsetzung des Projekts gewährleistet langfristige Effekte, die über die Laufzeit des Instruments hinausgehen, unter anderem deshalb, weil der Bau einer intelligenten Produktionsanlage im Sinne des Industrie-4.0-Konzepts und die Umsetzung von Aktivitäten zur digitalen Transformation dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie zu beschleunigen und das langfristige Potenzial für Wirtschaftswachstum zu stärken.
Die Produktion von Photovoltaikmodulen steht im Einklang mit den langfristigen globalen Markttrends der Energiewende. Photovoltaik ist eine Schlüsselquelle erneuerbarer Energie im Kontext der Klimaneutralitätsziele der EU-Initiative „Ready for 55“ und der Erneuerbare-Energien-Richtlinie. Die Projektergebnisse bergen das Potenzial, den Markt grundlegend zu verändern, da Kunden effizientere und kostengünstigere CIGS-Module künftig breiter einsetzen können.
Die Auswirkungen des Projekts werden über den im Entwicklungsplan festgelegten Stichtag am 31. August 2026 hinaus anhalten. Die Fertigstellung des Projekts ist für den 31. Dezember 2025 geplant, anschließend beginnt die Serienproduktion. Die Projektergebnisse werden voraussichtlich mindestens zehn Jahre lang Wirkung zeigen, bedingt durch Faktoren wie die Nutzungsdauer der geschaffenen Infrastruktur und die Rentabilität der Deckung der Nachfrage nach diesen Produkten.
Produktindikatoren:
- Bebaute Hallenfläche (Fabrik) – 13.826,00 m².
- Anzahl der implementierten IT-Lösungen im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, einschließlich des Einsatzes von künstlicher Intelligenz – 1 Stück.
- Anzahl der im Zusammenhang mit Gebäudeinstallationen für die Umsetzung von Digitalisierungslösungen und Industrie 4.0-Technologien erworbenen Anlagegüter – 10 Stück.
- Die Kapazität der in der Anlage installierten Photovoltaikanlage beträgt 0,63 MW.
Ergebnisindikatoren:
- Von der Unterstützung abgedeckte Unternehmen (einschließlich: kleine, Kleinst-, mittlere und große Unternehmen) – 1 Unternehmen.
- Schaffung neuer Spezialistenstellen – 17,00 Vollzeitäquivalente.
- Reduzierung der Umweltemissionen und Reduzierung der Energieemissionen – 240,80 kWh/m² pro Jahr.
- Steigerung der Produktionskapazität – 50 MWp pro Jahr.
- Durchschnittlicher Wirkungsgrad der hergestellten CIGS-Module – 15,00%.
CIGS-Technologie
Die Langlebigkeit, der effiziente Betrieb und die ansprechende Ästhetik von CIGS machen es zu einem Erfolg im Bauwesen. Dünnschicht-Photovoltaiktechnologien nutzen Photovoltaik praktisch im urbanen Raum und in der Landschaftsarchitektur (Fassadenpaneele) und schaffen so umweltfreundliche, integrierte BIPV- (Gebäudeintegrierte Photovoltaik) und BAPV-Lösungen (Gebäudemontierte Photovoltaik).
Dank ihrer hohen Lichtabsorption selbst bei geringen Lichtstärken und ihres niedrigen Temperaturkoeffizienten weisen CIGS-Module auch unter schwierigen Bedingungen eine hohe Effizienz auf. Diese ungiftigen und sicheren Zellen sind zu 98 % recycelbar. Roltec-Module werden hauptsächlich in traditionellen Energieanwendungen für Unternehmen (Photovoltaikparks) eingesetzt.
Ästhetische, rahmenlose Module gewährleisten eine stabile Energieproduktion

Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS) ist eine Dünnschichtsolarzellentechnologie (Photovoltaik), die auf der Abscheidung von vier Elementen (Kupfer, Indium, Gallium und Selen) auf einem beliebigen Substrat basiert. Sie zeichnet sich gegenüber vielen anderen Technologien durch ihre überlegene spektrale Empfindlichkeit bzw. Strahlungsabsorption aus. Ein wesentlicher Vorteil unserer Technologie ist ihr hoher Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringem Materialeinsatz.