Hi-BITS
Standardmäßige CIGS-Solarzellen verwenden Molybdän als Rückelektrode und erreichen einen Wirkungsgrad von 23 %. Um diese Grenze zu überwinden und sich damit der Schockley-Queisser-Grenze anzunähern, werden jedoch ein Paradigmenwechsel und eine alternative Zellstruktur vorgeschlagen.
Ziel des Hi-BITS-Projekts ist die Entwicklung einer CIGS-basierten Solarzellenarchitektur mit einer transparenten Rückseitenelektrode, die Molybdän in Zukunft ersetzen könnte.
Die Transparenz der Elektrode im sichtbaren und nahinfraroten Spektralbereich gewährleistet die Absorption von Sonnenlicht von beiden Seiten der Zelle und steigert so deren maximale Effizienz. Dies eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten für die CIGS-Technologie. Die Passivierung dieses Kontakts reduziert zudem die Dicke der Absorptionsschicht, wodurch Produktionszykluszeit und Materialverbrauch gesenkt werden.
Die neue Zellstruktur wird anschließend in vier verschiedenen Photovoltaikmodul-Prototypen implementiert: bifazialen Modulen, Modulen mit integrierter rückseitiger Reflektorschicht, semitransparenten Modulen und Tandemmodulen. Die Prototypen werden im Freien an vier verschiedenen Standorten in Europa getestet.

Aufgaben von Roltec im Rahmen des Hi-BITS-Projekts:
- Laserstrukturierung von Prototyp-Solarmodulen und -zellen,
- Kapselung von Prototypmodulen
- Entwicklung einer halbtransparenten Solarzelle (Roltec ist Projektleiter),
Prüfung der Übereinstimmung der Module mit EU-Normen und -Richtlinien (Roltec ist die Projektleitung).
Darüber hinaus ist Roltec für die Erstellung eines Konformitätsberichts für Prototypmodule mit ausgewählten EU-Normen und -Vorschriften im Kontext mehrerer ausgewählter Anwendungen verantwortlich, darunter gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) und Agrophotovoltaik.
Mehr Informationen finden Sie auf der Projekt-Homepage ..
Das Hi-BITS-Projekt in Zahlen:
Projektpartner:
- Internationales Iberisches Nanotechnologie-Labor (INL)
- Französisches Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS)
- Zentrum für Solarenergie- und Wasserstoffforschung Baden‑Württemberg(ZSWZSW)
- Universität Uppsala (UU)
- Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA)
- Universität Luxemburg (uni.lu)
- Katalonisches Institut für Energieforschung (IREC)
- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
- Mittsommer AB (MIDS)
- Sunplugged – Solare Energiesysteme GmbH (SUN)
- GreenDelta GmbH (GDL)
- Saint Gobain Research (SG)
- Avancis GmbH (AVA)
Gefördert von der Europäischen Union. Programm: HORIZON EUROPE; Projekt-ID: Die101122203.
geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten der Europäischen Union wider. Weder die Europäische Union noch die Förderstelle übernehmen dafür die Verantwortung.
